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Kreisverkehr

Niedernwöhrener "Kreisel"

Aller Beschwerden von Bürgern zum Trotz: Die doppelte Kreiselanlage an der Landesstraße 372 in Höhe des Edeka-Marktes wird vorerst nicht mehr verändert. Das hat der Gemeinderat der Stadt beschlossen.

Nach Angaben von Arno Liebrecht und Stefan Bulmahn vom Niedernwöhrener Bauausschuss hatten sich einige Bürger an den Rat gewandt und darauf hingewiesen, dass es für Radfahrer und gehbehinderte Menschen schwierig und gefährlich sei, den Kreisel zu passieren. Schon zu Beginn dieses Jahres war Kritik laut geworden, Radfahrer könnten aufgrund der Höhenunterschiede zwischen dem Radweg und der Fahrbahn leicht das Gleichgewicht verlieren. Die hohe Kante ist Bulmahn zufolge insbesondere für Sehbehinderte gedacht, damit diese besser ertasten können, wo die Fahrbahn beginnt.
Der „Kreisverkehrsplatz“, wie der Kreisel in korrektem Amtsdeutsch heißt, war nach Angaben Liebrechts 2011 bauvertraglich abgenommen und anschließend übergeben worden. Als Reaktion auf die Hinweise aus der Bevölkerung haben Bauausschuss und Stadtrat den Kreisel noch einmal von Fachleuten überprüfen lassen und hatten auch Ortstermine mit der Verkehrskommission des Landkreises, der Straßenmeisterei und der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln, anberaumt. Alle Beteiligten kamen jedoch zu dem gleichen Schluss: Der Kreisel entspricht den aktuell gültigen Straßenbaurichtlinien des Landes, und somit besteht kein Änderungsbedarf. „Das hat so seine Richtigkeit, wie es ist“, konstatierte denn auch Ausschussmitglied Bulmahn.
Darüber hinaus hat der Kreisel derzeit auch noch mit einem Problem optischer Natur zu „kämpfen“. SN-Leser Heinz Tegtmeier machte auf das viele Unkraut aufmerksam, das derzeit auf der Grünfläche in der Mitte des Kreisels wuchert. „Ein unangemessener Anblick seit Monaten“, findet er.
Doch damit soll nach Auskunft Bulmahns schon bald Schluss sein. Man habe erst die Diskussion über die Verkehrssicherheit des Kreisels abwarten wollen, bevor man die Begrünung des Kreisels in Auftrag gibt. Das sei aber nun geschehen, und innerhalb der kommenden 14 Tage soll eine Gärtnerei aus der Region für die Bepflanzung des Kreisels sorgen. Weitere Elemente, wie etwa Kunstgegenstände, werde es dort dagegen nicht geben, sagte Bulmahn. In der ursprünglichen Planung sei zwar vorgesehen worden, einen Anker in der Kreiselmitte zu platzieren. Dies habe sich aber nicht umsetzen lassen. „Das war auch ein Verzögerungspunkt.“

Quelle: Schaumburger Nachrichten vom 01.08.2012